Chronik des Dorfes Lage

2012


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Ereignisse in Lage im Jahr 2012  
Neujahrsversammlung am 02. Januar 2012

Mehr als 100 Bürger folgten am Montagvormittag der Einladung der Gemeinde Lage zum Neujahrsempfang, dem traditionellen Handgiften, ins Dorfgemeinschaftshaus. Bei Neujahrskuchen und einem Söpie, den die Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde ausschenkten, warf der neue Bürgermeister Hindrik Bosch einen Blick auf die in diesem Jahr anstehenden Vorhaben. 

Seine Vorgängerin Henni Nyhuis, die bis Ende Oktober 15 Jahre Bürgermeisterin gewesen war, erinnerte an abgeschlossene Projekte. Sie verteidigte ihre Entscheidung, nach einem für sie „sehr enttäuschenden Ergebnis“ bei der Kommunalwahl nicht wieder für den Ratsvorsitz kandidiert zu haben und wünschte ihrem Nachfolger „ein dickes Fell, das wird er brauchen“. 

Nyhuis blickte zurück auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stichting Twickel, der unter anderem das ortsbildprägende Herrenhaus an der Eichenallee gehört. Sie sagte aber auch, dass es im Dorf „bei allen Projekten immer Ärger und Proteste“ gegeben habe. Egal, ob Anlegen des Dorfteiches, Straßenbauarbeiten oder Neuerungen im Kindergarten: „Das Telefon stand nicht still“. Sie rief die Bürger auf, mit ihrem Nachfolger fair umzugehen und ihm Kritik persönlich mitzuteilen- „und nicht nur anderen“. Nyhuis gehört dem Rat als stellvertretende Bürgermeisterin weiter an.

Für dieses Jahr plane die Gemeinde den Ausbau des Kanalwegs von der Kreisstraße bis zur Grenze, sagte Bürgermeister Bosch. Diese Arbeiten seien seit 2008 geplant. In diesem Zusammenhang solle auch die Brücke repariert und der Grenzübergang neu gestaltet werden. An den erwarteten Kosten in Höhe von 106000 Euro werde sich das Land zur Hälfte beteiligen. Die Arbeiten sollen laut Bosch bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Ein wichtiges Projekt sei außerdem die Sanierung der Umkleidekabinen im Keller des Dorfgemeinschaftshauses, die der Sportverein nutze. Bosch betonte, dass der Sportverein sich mit viel Eigenleistung einbringe. Rosige Aussichten gebe es in Lage auch für Hausbauer. In der Siedlung Westlicher Baukamp seien von 22 Bauplätzen noch 14 zu haben. In einem zweiten Abschnitt sollen weitere 16 Grundstücke vermarktet werden.

Erstmals kamen in diesem Jahr beim Handgiften auch Vertreter von Einrichtungen, Organisationen und Vereinen aus dem Dorf zu Wort. Jan Egbers, Vorsitzender des Schützenvereins, gab unter anderem einen Ausblick auf die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsbestehen vom 24. Bis 28 Mai.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 04.Januar 2012, Foto: Behrends

  

Dorfabend / Wechsel im Vorstand der Dorf-. Burg- und Mühlenfreunde Lage

Lage. – Das Dorfgemeinschafthaus in Lage war am Montag, dem  erneut bis auf den letzten Platz besetzt. Mehr als 140 Besucher konnte Jan Hermann Schlagelambers, der neue Vorsitzende der Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde Lage, zum diesjährigen Dorfabend begrüßen. Nach einem zünftigen Essen berichtete die Arbeitsgruppe „Dorfchronik“ über neue Erkenntnisse über das Aussehen der 1626 zerstörten Burg Lage. Anschließend sahen die Besucher Filmsequenzen über Leben und Arbeiten in der Niedergrafschaft vor etwa 60 Jahren, die der Heimatfilmer Johann Wolf hinterlassen hat.

  Die ehemalige Burg Lage ließ der damalige Burgherr Dietrich von Ketteler zwischen 1578 und 1592 vollständig erneuern. Im Verlauf des Befreiungskampfes der Niederlande wurde sie am 16. Juli 1626 von niederländischen Truppen gesprengt. In einem zeitgenössischen Dokument wird sie „als Raubritternest und Schrecken von Vrieslandt“ bezeichnet. Die Burg wurde nicht wieder aufgebaut, die Lager Güter kaufte 1642 der Baron von Raesfeld, Herr auf Schloss Twickel. Bis 1815 war Lage danach eine eigene „Herrlichkeit“.

  Von der ehemaligen Burg sind bisher vor allem Phantasiedarstellungen bekannt.  Inzwischen hat die Arbeitsgruppe Dorfchronik jedoch eine Zeichnung der Ruine aus der Hand des Landvermessers Schrader entdeckt, die vermutlich um 1735 entstand. Außerdem fand sich im Reichsarchiv in Brüssel eine unscheinbare, aber aufschlussreiche Skizze, die vor 1612 entstand. Die vorliegenden Unterlagen lassen den Schluss zu, dass die Burg Lage quadratisch angelegt und durch einen doppelten Wassergraben mit einer dazwischen liegenden Wallanlage gesichert war. Die Gebäude bestanden aus zwei rechtwinklig angeordneten Flügeln und wurden durch einen Innenhof ergänzt. In dem noch heute erhaltenen Türmchen war einmal eine Wendeltreppe eingebaut.

Die Filme von Johann Wolf machten klar, wie sehr sich das Leben in der Niedergrafschaft im Verlauf der letzten Jahrzehnte verändert hat. Heute werden Kinder in Emlichheim nicht mehr von der „Storchentante“ auf die Welt gebracht, die mit dem Fahrrad ihren Dienst versah. Torfstechen, Buchweizenaussaat und Schafhaltung gehörten damals zum bäuerlichen Alltag, große Ottomeyerpflüge ließen neues Ackerland entstehen. Die Förderung von Erdöl führte 1957 zu einem riesigen Ölausbruch in Osterwald.

  An der Veranstaltung nahm wieder eine Abordnung der „Heemnoabers“ aus Ootmarsum teil. Der Verlauf zeigte, dass der Verein mit dem Konzept der Dorfabende auf dem richtigen Weg ist. Daran wird auch der neue Vorstand mit Jan Hermann Schlagelambers, seiner Stellvertreterin Anne-Rita Kuiper, Geert Mülstegen als Geschäftsführer und den Beisitzern Dirk Lammersma, Albert Schütte, Bettina Olthoff, Hermann Gellink und Alois Brei festhalten. Die bisherigen Vorsitzenden Horst van den Bosch und Swier Knief hatten die Geschicke des Vereins 15 Jahre lang geleitet. Sie wurden zu Ehrenvorsitzenden ernannt.

Zeichnung der Lager Burgruine von J. W. Schrader (etwa 1735)

Bild: Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde Lage

Den Vorstand der Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde Lage führen Jan Hermann Schlagelambers (rechts), Anne Rita Kuiper und Geert Mülstegen - Bild: Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde Lage

   
Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde Lage e. V. besteht seit 15 Jahren

Lage - Die Wassermühle in Lage wurde zuletzt Ende der 1990er Jahre renoviert. In diesem Zusammenhang und „um Besuchern Einblicke in den Betrieb einer Wassermühle zu geben“, gründeten engagierte Bürger im Juni 1997 den Verein „Dorf-, Burg und Mühlenfreunde Lage e. V.“. Zu den satzungsmäßigen Zielen gehört es außerdem, „die dörfliche Gemeinschaft zu fördern, das heimische Brauchtum zu pflegen und die heimatlichen Schönheiten und Kulturstätten herauszustellen.“

Seit der Gründung wurde der Verein von Horst van den Bosch und Swier Knief geleitet. Nach nunmehr fast 15 Jahren übergaben beide ihre Ämter vor einigen Wochen an Jan Hermann Schlagelambers und Anne Rita Kuiper. In Anerkennung ihrer Verdienste wurden sie einstimmig zu Ehrenvorsitzenden ernannt.

In einem Rückblick ließ Horst van den Bosch noch einmal wichtige Stationen der Vereinsarbeit Revue passieren: Die Lager Mühlenfreunde veranstalten regelmäßig öffentliche Vorführungen in der Mühle, bei denen Korn gemahlen und Öl geschlagen wird. Sie erklären Besuchern Burgruine, Herrenhaus und Kirche, sind bei den jährlichen Mühlen- und Denkmalstagen präsent und organisieren den Weihnachtsbasar. Ende 2008 konnte das Buch „Lage – Geschichte und Geschichten“ herausgegeben werden, die in mehrjähriger Vorarbeit gesammelten Unterlagen wurden in einem Digitalen Archiv zusammengefasst, das mehr als 7000 Bilder und gescannte Dokumentseiten enthält. Der Verein beschaffte Trachten und traditionelle Arbeitskleidung für die aktiven Müller, die u. a. im Rahmen der NDR-Fernsehsendung „Dorfgeschichten“ am 14. Juli 2007 einem breiten Publikum präsentiert wurden.

Seit 3 Jahren veranstaltet man jährlich einen Dorfabend, an dem nicht nur „Etten at froger“ angeboten, sondern auch weitere Einblicke in die kulturelle Entwicklung der ehemaligen „Herrlichkeit“ Lage gegeben werden, die seit 1642 eng mit der Geschichte der Grundherren auf Schloss Twickel in den Niederlanden verbunden ist. Inzwischen gibt es auch regelmäßige Kontakte zu den „Heemnoabers“ in Ootmarsum.  Der Verein unterhält eine Homepage (www.muehlenfreunde-lage.de), die u. a. die im Buch nicht mehr behandelte Lager Chronik seit 1978 fortsetzt.

Die Entwicklung in Lage ist somit offensichtlich Teil eines neuen Heimatbewusstseins in vielen Grafschafter Gemeinden. Während es um den überörtlichen „Heimatverein Grafschaft Bentheim“ eher etwas still geworden ist, betreibt eine Reihe lokaler Vereine vor Ort vielfältige Projekte. In Lage würde man zum Beispiel gern ein altes Backhaus mit Leben füllen, das die Familie Scholte-Eekhoff aus Hardingen im Jahre 1974 dem Grafschafter Heimatverein schenkte. Das Haus Twickel räumte seinerzeit ein auf 99 Jahre vereinbartes Erbaurecht ein, so dass das Backhaus direkt neben Kirche und Teestube aufgebaut werden konnte. Seitdem ist allerdings hinsichtlich einer sinnvollen Nutzung wenig geschehen. Die Mühlenfreunde Lage hoffen, dass die Gespräche, in die sich auch Samtgemeindebürgermeister Johann Arends und Ortsbürgermeister Hindrik Bosch eingeschaltet haben, bald zu einem guten Ende gebracht werden können.

Mitglieder der Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde Lage e. V. mit den bisherigen Vorsitzenden Horst van den Bosch (4. v. rechts) und Swier Knief ( 2. v. links)

Schulleiterinnenwechsel in der Grundschule in Lage

Einen Wechsel in der Leitung der Grundschule Lage gab es am Mittwoch, den 21.03.2012: Elfriede Funk ging nach 43-jährieger Amtszeit als Lehrerin in Ruhestand. Die Leitung der Schule übernahm Elke Stahlberg.

Funkes Nachfolgerin Elke Stahlberg wurde im Zuge der Feierstunde die Stelle als Rektorin direkt im Anschluss übertragen. "Im Laufe meiner zehnjährigen Amtszeit habe ich viele Veränderungen im Schulwesen unserer Samtgemeinde erlebt", betonte Samtgemeindebürgermeister Johann Arends. "Damit verbunden waren besonders viele Wechsel von Schulleiterinnen und Schulleiter. Eine Verabschiedung und Amtseinführung auf ein und derselben Veranstaltung gab es aber in meiner Amtszeit noch nicht".

Der Wechsel an der Grundschule Lage erfolgte dementsprechend fließend. Für sie sei der Übergang kaum spürbar gewesen, erklärte das Kollegium einstimmig. Die Redner betonten die herausragenden Leistungen von Elfriede Funk als Rektorin seit 2008 und das großartige Potenzial ihrer Nachfolgerin Elke Stahlberg, die bereits seit dem Schuljahr 1993/94 an der Grundschule Lage als Lehrerin tätig ist. So beschrieb Regierungsschuldirektor Udo Thiemann Funk mit folgenden Worten: „Sie haben ihre Aufgaben als Schulleiterin immer mit hohem Engagement, deutlicher pädagogischer Handschrift, Verantwortungsbewusstsein und viel Teamfähigkeit erledigt.“ Stahlberg bezeichnete er als Lehrkraft, die sich zur Grundschule bekennt und mit der Arbeit an dieser Schulform identifiziert.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 23.März 2012

 

Lager packen kräftig mit an beim „Tag des Dorfes“

Rund 100 Bürger aus Lage gönnten ihrem Dorf am Sonnabend einen Frühjahrsputz. Die Arbeiten wurden von den Traditionsböllerschützen geplant. "Jedes Jahr ist ein anderer Verein mit dem ‚Tag des Dorfes‘ an der Reihe“, sagte Bürgermeister Hindrik Bosch und befand: „Wir haben eine ganz hervorragende Dorfgemeinschaft erlebt.“ Durch das freiwillige Engagement hätten die Bürger ihrer Gemeinde viele Ausgaben erspart.

Eltern und Kinder richteten zum Beispiel den naturnahen Spielplatz des Kindergartens her und tauschten den Spielsand aus. Die Dorf-. Burg- und Mühlenfreunde pflanzten entlang der Dorfstraße viele Blumen, kleinere Pflanzaktionen standen auch in den Wohngebieten Twickels-Kamp und Goorweg an. Tatkräftige Unterstützung leisteten auch verschiedene Landwirte aus der Gemeinde, die schon frühmorgens mit Schleppern anrückten und bei der Gestaltung von Beeten, Straßenrändern und Verkehrsinseln halfen. Ab 10.30 Uhr zogen zudem Kinder und Erwachsene durchs Dorf und sammelten an den Straßenrändern Müll. Beim Sportgelände wurde unter anderem der Beachvolleyballplatz auf Vordermann gebracht.

Nach dem „Tag des Dorfes“ war Bürgermeister Hindrik Bosch nicht mehr bange um das Erscheinungsbild seiner Gemeinde im Jubiläumsjahr des Schützenvereins. Im Laufe des Vormittags versorgten Gemeinderatsmitglieder die fleißigen Helfer mit Kaffee und Brötchen. Mittags gab es für alle Freiwilligen zum Abschluss an der Schützenhalle Gulaschsuppe und Würstchen.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 19.April 2012

   
Gemeinde Lage saniert die Straße Kanalweg und Brücke

Der Kanalweg in Lage ist in den vergangenen Wochen saniert worden. Dabei wurde auch die Holzbrücke verstärkt sowie der Grenzübergang nach Breklenkamp ausgebaut. 

Der Kanalweg vor ...

... und nach der Erneuerung

Große Baumaschinen versahen den Kanalweg mit einer dicken Asphaltschicht. Diese Arbeiten seien schon lange erforderlich gewesen, sagte Bürgermeister Hindrik Bosch: „Wir haben uns schon einige Jahre um eine Sanierung bemüht, hatten aber bislang keine Fördermöglichkeiten.“

Schließlich kam der Gemeinde die Lage des Kanalwegs zu Hilfe. Die Straße liegt an der niederländischen Grenze. Bisher führte vom Kanalweg nur ein schmaler Pfad über die Grenze nach Breklenkamp. Da dieser Übergang für eine Nutzung als Wirtschafts- und Wanderweg verbessert und ausgebaut werden konnte, zeigte sich das Amt für Landesentwicklung in Meppen interessiert und gewährte den Niedergrafschaftern eine Förderung.

Es gab in Lage immer schon den Wunsch, den Grenzübergang besser nutzen zu können, sagte Bosch. Von dort geht es nicht nur nach Breklenkamp, sondern auch nach Lattrop. Der Bürgermeister berichtete, dass die Gemeinde alleine nicht in der Lage gewesen wäre, diese Arbeiten zu finanzieren. Es ging um Kosten in Höhe von gut 106.000 Euro, die nun zur Hälfte vom Amt für Landesentwicklung getragen wurden.

In einem schlechten Zustand war aber nicht nur der Kanalweg, sondern auch die Holzbrücke über den holländischen Umleitungskanal, der der Straße den Namen gibt. "Wir haben im letzten Jahr festgestellt, dass die Brücke vibriert, wenn man darüber fährt", berichtet Bosch. Eine Untersuchung ergab, dass die Holzpfeiler in der Mitte marode waren. Die Brücke, die vor 25 Jahren schon einmal erneuert worden war, lag praktisch nur noch an den beiden Ufern auf.

Anlässlich der Straßensanierung wurde also auch die Brücke repariert. Dazu ließ die Gemeinde im März vom Bauunternehmen Anton Meyer aus Neuenhaus die Widerlager an beiden Enden verstärken und neue, stabile Spundwände bis zu 10 Meter tief ins Kanalbett rammen. Die Oberfläche der Brücke war noch in Ordnung und musste nicht erneuert werden. Nach Abschluss der Brückensanierung begannen die Straßenbauer der Firma Siering aus dem westfälischem Hopsten damit, die Fahrbahn zu erneuern und mit einer massiven Asphaltschicht zu überziehen. Die Ränder wurden mit einer Ladung Schotter versehen.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 28.April 2012, Bilder: Privat

 

Schützenverein Lage feiert Pfingsten sein hundertjähriges Bestehen

Vor 100 Jahren wurde in Lage der Schützenverein gegründet. Dies nahm jetzt die Gemeinde zum Anlass, über Pfingsten sechs Tage lang ausgiebig zu feiern. Der ganze Ort stand dabei im Zeichen des Jubelfestes, zu dessen Gelingen viele Beteiligte beigetragen haben. Im Rahmen des Kommersabends wurde Christian Albers mit dem Verdienstorden die höchste Auszeichnung des Vereins verliehen.

Aus der Chronik des Schützenvereins geht hervor, dass dieser im Jahre 1912 von 25 begeisterten Schützen gegründet worden war. Ein Vorstand wurde gewählt, Statuten ausgearbeitet, ein Schießstand bei Lavarre hergerichtet und 1914 zu Pfingsten das erste Schützenfest mit Fahnenweihe gefeiert. Erstes Schützenkönigspaar waren damals Dina Seggers und Bernd Dykhuis. Die Königskette war von der Gemeinde gestiftet worden. Als am 1. August 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, zogen viele Schützenkameraden zu Felde und einige ließen dort ihr Leben.

Erst 1920 wurde wieder zu Pfingsten das zweite Schützenfest gefeiert. 1939 brach der Zweite Weltkrieg aus und wiederum wurden viele Kameraden eingezogen, von denen einige nicht zurückkehrten. 1948 war der Schützenverein Lage als erster Verein der Grafschaft wieder aktiv. Bei Lavarre wurde auf einer Tanzfläche im Freien gefeiert und mit einer Armbrust auf einen hölzernen Vogel geschossen.

Der ganze Ort feierte 1962 das 50-jährige Bestehen des Schützenvereins. 1963 wurde ein Grundstück von der Gemeinde Lage gepachtet, auf dem seither das Schützenfest gefeiert wird. Der Wunsch eine Schützenhalle zu bauen, wurde 1994/95 verwirklicht.

Zum diesjährigen Jubelfest wurden in allen Ortsteilen schmucke Festbögen aufgestellt.

Auftakt des Jubelfestes war am Freitagabend die Feier mit geladenen Gastvereinen und den Bogengemeinschaften. Egbers dankte den Bogengemeinschaften, die dem Ort ein festliches Aussehen verliehen hätten.

Am Sonntagmittag trafen die Gastvereine unter den Bögen und zogen im Sternmarsch zum Sportplatz. Bei der Kundgebung dankten Jan Egbers, Hindrik Bosch und Bernhard Boomhof vom GSB den rund 400 Teilnehmern für den Erhalt des Schützenbrauchtums. Der Umzug führte dann zum Festplatz.

Am Pfingstmontag wurde ein zünftiger Frühschoppen mit dem Musikverein Wietmarschen gefeiert. Ab 13 Uhr begann das Königschießen.

Vereinspräsident Jan Egbers sicherte sich die Königswürde. Zu seiner Königin erkor er Frieda Lohuis. Als Ehrendamen und Ehrenherren mit auf dem Thron sitzen Johanne Bosch und Jan Lohuis sowie Johanne Egbers und Hindrik Bosch. Das Amt des Mundschenks übernahm Berthold Lahuis.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 29.Mai 2012, Bilder: Privat

 

„Lager Brückenschlag“ aus Sandstein

Drei neue Monumente am letzten Teilstück der Dinkelstein-Route übergeben.

Mit der offiziellen Übergabe des letzten Teilstücks der Dinkelstein-Route auf dem Gebiet der Samtgemeinde Neuenhaus ist der grenzüberschreitende Skulpturenpfad zwischen Losser und der Dinkelmündung in die Vechte bei Neuenhaus jetzt komplett.

Der Skulpturenweg Dinkelstein-Route zieht sich entlang des blauen Bandes des Flusses beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze hin. Er geht zurück auf die Initiative von Anke Engels, die vor fast zehn Jahren auf der Landesgartenschau Gronau/Losser mit ihrem Vorschlag Erfolg hatte, 13 künstlerisch bearbeitete riesige Sandsteine entlang der Dinkel von Gronau-Epe bis nach Losser zu setzen. Gearbeitet wurde zum Thema des Zusammengehens, des Verbundenseins, der Begegnung und der Grenzüberschreitung besonders zwischen Deutschland und Holland, erinnerte Anke Engels am Freitag an die Anfänge des Projektes.

Auf dem Gebiet der Samtgemeinde Neuenhaus stehen drei Monumente. Die an Grenzsteine erinnernden Werke sollen alles andere sein, als ein Symbol der Trennung. Die Skulptur „Röste op een Dinkelsteen“ von Hans Herrmann steht am Dinkelsee in Neuenhaus in der Nähe des Grillplatzes an der Lager Straße.

Der „Lager Brückenschlag“ von Axel Raudzus ist zwischen Dorfteich und Dorfgemeinschaftshaus in Lage zu finden. Und das Werk „Rückblicke und Ausblicke“ von Volker Pahnke und Wolfgang Schönfeld ist an der Stelle installiert, an der bei Neuenhaus die Dinkel in die Vechte mündet.

Zur Eröffnung des letzten Teilstücks der Grenzüberschreitenden Dinkelstein-Route sagte der Samtgemeindebürgermeister, Johann Arends, am Freitag in Lage: „ Die Zeit der Passkontrollen und der Schlagbäume ist lange her. Dennoch markieren Grenzsteine die territoriale Stabilität zwischen uns Nachbarn und das muss auch so bleiben. Aber die Menschen auf beiden Seiten der Grenze kommen sich näher. Dem blauen Band der Dinkel folgend, das sich durch unsere gemeinsame Landschaft zieht, haben wir noch einen Skulpturenpfad, die Dinkelstein-Route, die man auch mit dem Fahrrad abfahren kann, hinzugefügt, damit Menschen sich begegnen.“ Die Dinkelstein-Route sei ein Kunstprojekt mit hohem Freizeitwert und wertvoll für den Tourismus. „Die Skulpturen sprechen Einladungen aus, sie genau zu betrachten und in Ruhe auf sich wirken zu lassen und in einen Diskurs einzutreten“, betonte Arends.

Der Bürgermeister der Gemeinde Lage, Hindrik Bosch, erklärte, das Projekt sei ein weiterer grenzüberschreitender Meilenstein. Wörtlich sagte Bosch: „Wo seit Jahrhunderten Grenzsteine ein Symbol der Trennung waren, tragen heute diese Dinkelsteine zum grenzüberschreitenden Zusammenleben und Zusammenwachsen der Einwohner beider Länder bei. Diese Tatsache hat insofern für uns hier in Lage und auch für mich eine besondere Bedeutung, da uns früher eine etwa drei Kilometer lange Gene von den Niederlanden trennte und heut auf ganzer Länge verbindet.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 15.Oktober 2012, Bild: Privat

 
Weihnachtsbasar am 01.12.2012 in Lage

Der Weihnachtsbasar hat auch in diesem Jahr viele Besucher angelockt. Verschiedene Gaumengenüsse und Düfte erfreuten die Besucher, die dabei Drechsler-, Hand- und Bastelarbeiten, weihnachtliche Dekorationen und Adventsgestecke bewundern konnten. Während die Freizeitmüller in der Mühle Getreide mahlten und Öl schlugen, durfte ab 15.30 Uhr geknobelt werden. Nach alten Rezepten aus Omas Küche wurden Säfte, Gelee, Glühwein, Punsch sowie Kaffee und Kuchen gereicht. Die „Grafschafter Schoosollen“ kamen frisch und knusprig braun aus dem Ofen. Stolz waren Eltern und Großeltern, als die Mädchen und Jungen des Kindergartens „Abenteuerland“   Weihnachtslieder sangen. Der Posaunenchor gab ein Adventskonzert und der Nikolaus verteilte Geschenke an die Kinder.

 Knobeln in der Mühle

 Kinderchor Abenteuerland

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 03. Dezember 2012, Bilder: Privat

Seit 40 Jahren Ehrenämter in der Kommunalpolitik

Auszeichnung für Hindrik Bosch

„Im Jahre 1972, Hindrik Bosch war gerade einmal 22 Jahre jung, fällte er zwei Entscheidungen, die auch heute noch nach 40 Jahren bestand haben“, begann der stellvertretende Bürgermeister Manfred Jungfer, seine Laudatio und sorgte auch gleich für die Erklärung: „  Zum einen beschloss er, Johanne Schüürmann zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen. Zum anderen entschloss er sich, in die Kommunalpolitik zu gehen.“ Beides sei bis heute von großem Erfolg beschieden, so Jungfer.

Hindrik Bosch war in den vergangenen Jahren auf vielfältige Weise politisch aktiv. Derzeit ist er unteranderem Bürgermeister der Gemeinde Lage, stellvertretender Bürgermeistern der Samtgemeinde Neuenhaus und Mitglied des Kreistages. Dazu kommt die Arbeit in Gremien und Verbänden.

Als Stellvertretender Samtgemeindebürgermeister ist Hindrik Bosch der Stellvertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters Johann Arends. Dieser Stellte in seiner Rede ein Zitat von Konrad Adenauer voran. „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat.“ Bosch habe die Entwicklung der Gemeinde Lage und der Samtgemeinde Neuenhaus maßgeblich mitgestaltet.

Zur Würdigung des bisherigen Wirkens von Hindrik Bosch sagte Johann Arends während der kleinen Feierstunde: „Lernen, aufgeschlossen sein für Neues und Widerspruch ertragen können, das sind Kompetenzen, die einem in vielen Lebensbereichen und Berufen zugutekommen, vor allem jedoch, wie ich finde in der Politik.“ Auf dieser Grundlage sei die Politik die Kunst des Möglichen. Diesem Politikstil habe sich Bosch verschrieben. Er gehe immer zielstrebig und verantwortungsvoll vor und habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Man Spüre, dass es Hindrik Bosch Freude bereitet, etwas umzusetzen und Zukunft zu gestalten. Zudem nehme er die Dinge mit Humor und einer beneidenswerten Gelassenheit.

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 08. Dezember 2012

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