Chronik des Dorfes Lage

2013

  

Ereignisse in Lage im Jahr 2013

 

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Auszeichnung für den Kindergarten in Lage

Im Rahmen eines Adventsfrühstücks mit Kindern und Eltern wurde dem Kindergarten Abendteuerland in Lage vor kurzem die Zertifizierungsurkunde zum Haus der kleinen Forscher überreicht. Gaby Weniger vom Landkreis Grafschaft Bentheim als Beauftragte des lokalen Netzwerkes vom Haus der kleinen Forscher händigte dem Team des Abendteuerland die Urkunde aus.

Der Kindergarten, der bereits seit zwei Jahren als Haus der kleinen Forscher ausgezeichnet ist, wurde jetzt als fünfte Einrichtung im Landkreis nach bundeseinheitlichen Standards zum Haus der kleinen Forscher zertifiziert.

Vorausgegangen ist der Auszeichnung ein Bewerbungsverfahren, bei dem die Vorschungsarbeit des Kindergartens dokumentiert und offen gelegt werden musste. Die Prüfung der Bewerbung ermöglichte die Zertifizierung.

Das Haus der kleinen Forscher ist eine Stiftung, die von verschiedenen Partnern und Konzernen getragen wird. Ziel ist, die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik dauerhaft und nachhaltig in allen Kitas und Grundschulen in Deutschland zu verankern. Für die pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen bietet die Stiftung durch kontinuierliche Fortbildung in lokalen Netzwerken Unterstützung an. An dieser Stelle ist auch der Landkreis Grafschaft Bentheim finanziell beteiligt. Das Abenteuerland nutzt diese Fortbildungen im Landkreis regelmäßig.

Für die Kinder im Abenteuerland ist das experimentieren und Forschen fester Bestandteil des Alltags. In jeder Woche wird zu einer Thematik experimentiert. Daneben werden spezielle Forscherfeste angeboten. Im vergangenen Jahr gab es zum Beispiel einen Forschertag zu den Elementen Luft, Wasser und Erde im Rahmen des Waldprojekts.

„Durch die erfolgte Auszeichnung wir das Engagement der Einrichtung honoriert“, heißt es in der Pressemitteilung.

                                               Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 05. Januar 2013

  

Dorfabend

Beim diesjährigen Dorfabend in Lage informierten die Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde über die „Franzosenzeit“, die in der Grafschaft Bentheim vor genau 200 Jahren zu Ende ging. Vorsitzender Jan Hermann Schlagelambers konnte dazu wieder etwa 120 Mitbürgerinnen und Mitbürger begrüßen.

Im 24. Februar 1795 besetzten französische Revolutionstruppen die Stadt Neuenhaus. Sie verfolgten Truppen des damaligen englischen Königs Georg III., der auch Landesherr der Grafschaft Bentheim war und zu den mächtigen Gegnern der Revolution gehörte. Die Ideen von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ fanden in Neuenhaus jedoch keinen fruchtbaren Boden: Nach dem Abzug der Soldaten im Sommer 1796 wurde ein Freiheitsbaum, den niederländische „Patriotten“ errichtet hatten, unverzüglich umgehackt.

Nachdem sich Napoleon Bonaparte aus den Wirren der Revolution zum Kaiser emporgeschwungen hatte, kehrten die Franzosen 1806 zurück. Die Grafschaft Bentheim und die bis dahin selbständige Herrlichkeit Lage kamen erst zum Großherzogtums Berg, 1810 zum französischen Kaiserreich. Der Lager Rentmeister Jan Hendrik Zegers wurde zum Bürgermeister der „Mairie“ Neuenhaus/Lage ernannt. Misthaufen mussten aus den Straßen verschwinden, der Neuenhauser Stadtgraben wurde gereinigt und erhielt einen Zufluss von der Dinkel. Die Toten wurden nicht mehr neben dem Rathaus, sondern jenseits der Dinkel beerdigt. Die Verwaltung erfasste Hochzeiten, Beerdigungen und Geburten, junge Männer wurden eingezogen. Einige verloren 1812 als Soldaten der „Grande Armée“ ihr Leben. Der Feldzug nach Russland endete für Napoleon in einem Desaster. Nach dem Sieg der russischen, preußischen und englischen Truppen in der Völkerschlacht bei Leipzig zogen Kosaken im November 1813 in Neuenhaus ein.

100 Jahre später wurden in mehreren Grafschafter Gemeinden Denkmäler errichtet, die an den Sieg über Napoleon erinnerten. In jenen Tagen lernten die Kinder in der Schule „Frankreich ist unser Erbfeind“. Ein Jahr später begann der furchtbare 1. Weltkrieg, im dem 13 junge Männer aus Lage fielen. Erst nach einem weiteren Weltkrieg schuf der deutsch-französische Vertrag des Jahres 1963 die Voraussetzungen für ein friedliches, freundschaftliches Verhältnis der beiden Völker.

Beim Dorfabend informierten außerdem Mitarbeiter des Monumentendienst über den Zustand der Lager Wassermühle. Der Monumentendienst, eine Initiative der Stiftung „Kulturschatz Bauernhof“, ist beim Museumsdorf Cloppenburg angesiedelt. Der Dienst berät Eigentümer von historischen Gebäuden, weist auf notwendige Instandhaltungen hin und verfügt auch über Bestände an historischen Baumaterialien. Er wird durch die EU, das Land Niedersachsen und die Landkreise gefördert und kann  daher seine Dienstleistungen zu günstigen Preisen anbieten. Inspektoren des Monumentendienstes hatten vor einiger Zeit die Lager Mühle begutachtet. Ihr Fazit: Das Bauwerk ist prima in Schuss, man muss aber ständig auf Schäden achten, die zum Beispiel durch Feuchtigkeit oder Schädlingsbefall hervorgerufen werden.

Die Zeichnung im alten Rathaus von Neuenhaus entstand wahrscheinlich 1795/96. Ein französischer Korporal misst die Schrittlänge eines Soldaten: „Il manque un pouce“ (es fehlt ein Zoll).

 

Jahreshauptversammlung der Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde

Die diesjährige Jahreshauptversammlung fand am 4. März 2013 im Jugendraum des Dorfgemeinschaftshauses statt. Der 1. Vorsitzende Jan - Hermann Schlagelambers begrüßte die Mitglieder. Von den 62 Mitgliedern waren 17 erschienen. Der Vorsitzende berichtete über die verschieden Aktivitäten des Jahres 2012.

Am 1. April fand das „Anfietzen“ statt. Die Pausenverpflegung der Teilnehmer wurde von Mitgliedern der Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde übernommen.

Am 14. April war der Tag des Dorfes, woran sich mehrere Mitglieder des Vereins beteiligten. Auf Einladung des Schützenvereins nahmen Pfingsten einige Mitglieder in Tracht am Umzug teil. Weitere Veranstaltungen: 12. September Helferfest. Ende September Monumententag und Denkmalstag mit sehr vielen Besuchern. Der Weihnachtsbasar am 1. Dezember hatte einen regen Zulauf, der eingesetzte Shuttlebus trug dazu bei.

Der Vorsitzende dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Für 2013 sind folgende Vorhaben angedacht: Nistplatzschaffung für den Eisvogel, neue Beschilderung der Wanderwege. Feststellung der Grenzsteine aus der Karte von 1735 und Eintragung der Standorte in eine jetzt gültige Karte. Der Vorstand hofft, dass die Stichting Twickel Räumlichkeiten für die Vereinsarbeit und für die Aufstellung bzw. Lagerung der diversen Trachten zur Verfügung stellt und damit die vielfältigen Arbeiten in und an der Mühle honoriert.

  

40 Jahre Kirchenchor

Ende Mai feierte der Chor Lage zum 40-jährigen Jubiläum einen Festgottesdienst in der evangelisch-reformierten Kirche. Im Mai 1973, kurz nachdem Berthold Lange seine Tätigkeit als neuer Pastor der Kirchengemeinde Lage übernommen hatte, wurde ein Kirchenchor gegründet.

Die Eheleute Lange versammelten eine kleine Schar von mutigen, interessierten Menschen aus Lage und Umgebung um sich, die sich mit geliehenen Noten an der Chormusik versuchten. Nach einiger Zeit stieg die Zahl der Mitglieder auf 18 Personen und es gelang ein erster Auftritt bei der Mitwirkung im Gottesdienst, dank der Unterstützung einiger Veldhausener Chormitglieder.

Chormitglieder 1974

  Chormitglieder 2013

Es folgten Auftritte in Gottesdiensten, bei Ständchen, die Teilnahme am Bundessängerfest in Hannover, Freizeiten des Sängerbundes und weitere Aktivitäten wie Ständchen in der JVA Lingen für Gefangene, Missionsfeste sowie gemeinsame Auftritte mit Chören in Ootmarsum, Vriesenveen und Veldhausen.

Im Jahr 1995 schied Pastor Lange aus dem Dienst der Gemeinde aus und somit musste ein neuer Chorleiter gefunden werden. Herr Verheyden aus Losser übernahm nun für zwei Jahre das Amt des Chorleiters und setzte die traditionelle Chormusik im Lager Chor fort. Am 4. April 1997 gab es erneut einen Dirigentenwechsel. Mit Gerrie Schoenmaker aus Emlichheim trat nun eine Chorleiterin an das Dirigentenpult. Im Wechsel der Stilarten wurde nun auch schon einmal Neues versucht. Durch die Einführung des neuen Evangelischen Kirchenbuchs 1996 wurden die Anforderungen in der Kirchenmusik, auch bei Chören, etwas verändert und modernisiert.

Frau Schoenmaker musste ihr Amt als Chorleiterin aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2001 aufgeben. Für den Festgottesdienst zur Einweihung des neuen Gemeindehauses im September 2001 verpflichtete man den Dirigenten des Posaunenchores, Herrn Conjer. Die „Vertretung“ übernimmt er auch heute noch. Der Chor Lage hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Neben den Veränderungen in der Chorliteratur wird viel Wert auf die Motivation und Freude beim gemeinsamen Singen gelegt.

Das Jahresprogramm des Chores sieht neben der Mitwirkung im Gottesdienst, Ständchen mit moderner Literatur bei den Seniorenheimen in Neuenhaus (St. Vinzenz, SDN Hilten und Haus am Bürgerpark), Ständchen bei verschiedenen Anlässen, einen Workshop im Kloster Frenswegen und zwei Adventskonzerte zusammen mit dem Chor Miteinander aus Nordhorn vor.

Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Ein jährlicher Chorausflug „ins Blaue“ ist für den Zusammenhalt und die Einbindung der Partnerinnen und Partner der Chormitglieder wichtig und wird gern angenommen.

Schön ist es, dass immer noch einige Chormitglieder der ersten Stunde mitsingen, die am 26.Mai 2013 auf 40 Jahre Chormitgliedschaft stolz sein durften. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass sich im Jubiläumsjahr vier neue Mitglieder angemeldet haben. Der Chor hat derzeit 32 aktive Sängerinnen und Sänger.                       

Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 28. Mai  2013, Bilder privat

 

Pastor Knoop zu 50% in der Kirchengemeinde Uelsen tätig

Bislang hat Pastor Friedrich Knoop die reformierte Gemeinde in Lage betreut, ab 1. August 2013 arbeitet er zur Hälfte in Uelsen. Die Entscheidung hängt maßgeblich damit zusammen, dass die Lager Gemeinde zahlenmäßig zu klein ist, um eine eigene Pastorenstelle auf Dauer zu sichern.

1800 Mitglieder benötigt eine reformierte Gemeinde für eine Pastorenstelle – in Lage sind es allerdings nur 834. Damit die Stelle nachhaltig gesichert werden kann, hatte Friedrich Knoop im Mai das Gespräch mit Kirchenpräsident Jann Schmidt gesucht. Ein weiterer Grund sei der persönliche Wunsch gewesen, sich neu zu orientieren. Das Ergebnis: Die Stelle wird geteilt. Bereits ab 1. August wird er seinen Dienst zu je 50 Prozent in Lage und in Uelsen versehen. Das alte Moderamen der Landeskirche hatte schon vor der Gesamtsynode Ende Mai grünes Licht für die Verhandlungen gegeben.

Die Entscheidung soll für die Lager Gemeinde von Dauer sein. „Diese Stellenvariante ist nicht an die Person Knoop gebunden“, sagte er im Gespräch mit den GN. Auch die Kirchenräte beider Gemeinden hätten sich einstimmig dafür entschieden, wenngleich in Lage mit leichten Bauchschmerzen. „Einige Dinge müssen abgegeben oder selbst organisiert werden“, meinte Knoop, „aber die Gemeinde ist sehr selbständig und lebendig.“ Insgesamt soll der Eingriff für die Lager so gering wie möglich sein. An die Regelmäßigkeit der Gottesdienste etwa werde sich nichts ändern. Den Dienst in der Grundschule, wo Pastor Knoop 13 Jahre lang tätig war, wird er ab dem kommenden Schuljahr jedoch nicht mehr wahrnehmen.

Wie sich die neue Arbeit zusammen mit den Uelsern gestalten wird, soll in Gesprächen mit den dortigen Pastoren und Kirchenratsmitgliedern ab August geklärt werden. Bislang sind in Uelsen bereits drei Pastoren tätig: Christoph Wiarda, Inka Dormann-Westerdijk als Vertreter für den erkrankten Christoph Schmidt sowie seit wenigen Wochen Torsten Hardenberg. Bei rund 6000 Gemeindegliedern komme die Unterstützung durch Friedrich Knoop gelegen.

„Ich sehe die neue Situation als eine Chance für beide Gemeinden“, sagte Knoop. Im Hinblick auf die Gemeindeentwicklung könnten beide von voneinander lernen. Auch in der Konfirmandenarbeit sowie bei Kinder-, Jugend- und Seniorenfreizeiten seien Berührungspunkte möglich. Darüber hinaus gebe es zwischen den Gemeindemitgliedern aus Uelsen und Lage viele verwandtschaftliche Beziehungen.

Bislang sei Knoop in alle Ebenen auf Verständnis gestoßen. „Den Lagern war im Prinzip klar, dass etwas passieren muss“, meinte er. „Es hat schon seit über drei Jahren immer wieder Gespräche zwischen Lage und Uelsen gegeben und ebenso lange besteht ein Ausschuss, der den Weg vorbereitet hat.“ Es sei also keine Ad-hoc-Entscheidung der Kirchengemeinde Lage, sondern ein durchdachter und konsequenter Prozess.

                                               Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 15. Juli  2013

  

Tag des Ehrenamtes

Der Gemeinderat Lage hatte zum Sommerfest für Ehrenamtliche eingeladen. Bürgermeister Hindrik Bosch empfing zusammen mit den Ratsmitgliedern im Dorfgemeinschaftshaus über 170 Engagierte. „Ohne die sich ehrenamtliche in der Gemeinde Lage einbringenden Jugendliche, jungen Erwachsene sowie Damen und Herren ist eine gut funktionierende Gemeinschaft nicht möglich“,  stellte Bosch her  aus.

Bosch betonte: „Liebe Ehrenamtliche, Partnerinnen und Partner, es ist mir eine große Freude, sie im Namen des Rates der Gemeinde Lage hier bei schönstem Wetter begrüßen zu dürfen. Beim ersten Anblick sollte man meinen, alle Mitglieder von Vereinen und Institutionen wären heute hier. Doch es sind alles geladene Gäste, die ehrenamtliche Arbeit leisten. Sie organisieren das rege Vereinsleben in Lage sowie der Umgebung und sind immer bereit, Hand anzulegen.“

Ganz besonders stellte Bosch heraus, dass so viele Jugendliche ehrenamtliche Verantwortung übernehmen würden. Dies sei heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Der Bürgermeister erklärte: „ Wer in Lage an der Gemeinschaft teilhaben will, hat die Möglichkeit, je nach Interesse in über zehn verschiedenen Vereinen die Mitgliedschaft zu erwerben. Doch nicht nur in den Vereinen, sondern ebenso in der Kirchengemeinde, der freiwilligen Feuerwehr, der Jägerschaft und anderen Institutionen wird Gemeinschaft gelebt. Dies hat bei uns einen hohen Stellenwert. Insgesamt können wir über 1300 Mitglieder, inklusive Doppelmitgliedschaften zählen.“

Bosch machte deutlich, dass so eine Gemeinschaft nur durch den unermüdlichen Einsatz von vielen ehrenamtlich tätigen Personen möglich sei. „Ich möchte heute Abend keine besonderen Leistungen hervorheben, denn sehr viel Arbeit wird auch hinter den Kulissen verrichtet. Wenn die Gesundheit eine aktive Mitarbeit im Ehrenamt nicht mehr zulässt, ist der jahrelang erarbeitete Erfahrungsschatz unverzichtbar. Im Ehrenamt wird ein großer und wertvoller Beitrag für die Förderung des Gemeinwesens geleistet“, so Bosch, der bedauerte, dass das Ehrenamt in der Öffentlichkeit viel zu wenig Anerkennung findet.

                                                           Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 29. August  2013

 

Weihnachtsbasar in Lage

Vor dem Herrenhaus und der Wassermühle hatten die Dorf-. Burg- und Mühlenfreunde zu einem kleinen aber feinen Weihnachtsmarkt am Sonnabend, 30. November, ab 13.00 Uhr eingeladen. Ab 14.30 Uhr haben die Kinder vom Kindergarten „Abendteuerland“ Weihnachtslieder gesungen. Um 15.30 Uhr hat der Nikolaus die Kinder mit kleinen Geschenken überrascht. Geknobelt wurde ab 16.30 Uhr in der Mühle. Die Middewinterhorn-Bläser waren ab 17.00 Uhr im Dorf unterwegs. Besucher konnten die malerische Umgebung die verschiedenen Düfte und Gaumengenüsse genießen und den Müllern beim Mahlen und Schoosollen-Backen zusehen.

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